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(live) Totgeglaubt

LIVE ON STAGE:

TOTGEGLAUBT Live
Film: „Und es fängt von Neuem an“
Support: SpineClub
DJ: G-Doc Slave2daRiddim

••• HARD FACTS •••

DOORS CAFE: 19.30
DOORS HALLE: 19.30
 
RUNNING ORDER
FILMBEGINN “Und es fängt von neuem an” 20.00 Uhr
LIVE: SPINE CLUB 21.00 Uhr
LIVE: TOTGEGLAUBT 22.00 Uhr
AFTER SHOW AB 23.30 im Café mit DJ Helmut Riedl

ENTRY: VVK € 15 via öTicket
http://www.oeticket.com/totgeglaubt-live-wiener-neustadt-Tickets.html?affiliate=B38&doc=artistPages%2Ftickets&fun=artist&action=tickets&key=1739810%248729328&jumpIn=yTix&kuid&hideArtist=true&from=erdetaila

••• LOCATION •••

SUB
Singergasse 6-8
2700 Wiener Neustadt
www.sub.at
www.facebook.com/subwn
Hotline +4366488922000

••• ANFAHRT & PARKEN •••

www.sub.at/sub/anfahrt/

| Parken |

Theatergarage: Parkhaus 200m entfernt vom SUB, ab 20.00 Uhr kostenlos

| Anreise PKW |

-von Wien kommend:

A2 Südautobahn bis Ausfahrt Wiener Neustadt West, Kreisverkehr zweite Ausfahrt auf B26, nach der zweiten Überführung links halten, direkt unter der Überführung nach rechts in den Ferdinand-Porsche-Ring und nach ca. 250m links in die Theatergarage einbiegen.

-von Graz kommend:

A2 Südautobahn bis zur Ausfahrt Wiener Neustadt -Zentrum, bei der zweiten Ampel nach links abbiegen und dann links halten. Direkt unter der Überführung nach rechts in den Ferdinand-Porsche-Ring und nach ca. 250m links in die Theatergarage einbiegen.

| Anreise BAHN |

Das SUB ist von Wien Meidling aus per Intercity in weniger als 30 Minuten Fahrzeit und 5 Minuten Gehzeit sehr gut zu erreichen. Beim Verlassen des Bahnhofsgebäudes geradeaus in die Bahngasse spazieren und nach 200m links in die Singergasse einbiegen.

Von Wien Meidling: 21:58 / 23:03 / 00:03
Nach Wien Meidling: 4:36 / 5:31

Fahrplanauskunft:
www.fahrplan.oebb.at/bin/query.exe/dn

••• SPECIAL FEATURES •••

ø free WIFI for all SUB guests
ø Fingerfood and Snacks – served all night!
ø wechselnde Weinkarte und Getränkeaktionen
ø Garderobe um 1€ bei ausgewählten Events

••• PRESS INFOS •••

“Und es fängt von neuem an” ist ein Retro-Projekt. Nostalgisch verklärt, aber unzweifelhaft gut. Es beschäftigt sich mit der Wiener Neustädter Punk und New Wave Szene der 1980er und wirft Fragen auf:
Was macht man mit fünfzig, wenn man keinem über dreißig trauen soll?
Was wird aus einst verachteten, bürgerlichen Werten, sobald Kinder geboren werden, wenn Geld für Haus und Auto verdient werden muss?
Was ist aus dem Aufschrei des Punk geworden, was aus dem radikalen musikalischen Ausdruck, der bis heute Menschen inspiriert?

Die Schallplatten zweier Wiener Neustädter Bands aus den frühen 80er Jahren werden im Internet um hohe Summen gehandelt. Der Plattensammler Norbert Bieber und die Filmemacherin Karin Neumüller wurden hellhörig. Sie recherchierten, was an dieser niederösterreichischen Industriestadt Anfang der 80er Jahre so besonders war.
Das Ergebnis dieser Recherche ist ein interessanter und kurzweiliger Dokumentarfilm mit dem Titel “Und es fängt von Neuem an” – Die Wiener Neustädter Musikszene in den 80ern (erscheint auf DVD mit gleichnamigem Album, das hier vorgestellt wird).

Im Zuge der Filmaufnahmen trafen sich die Protagonisten der damaligen Szenebands wieder – zumindestens jene, die noch am Leben sind und zusammenhängende Sätze bilden können – keine Selbstverständlichkeiten für „Helden“ einer Ära, der Zeilen wie “Hope I die before I get old” und “No future!” entstammen und die von Eisernem Vorhang, Kaltem Krieg, Orientierungslosigkeit, Drogenkonsum sowie links- und rechtsradikalen Parolen geprägt war. Einige der damaligen Musiker ließen sich vom Glanz und Glitter der eigenen Vergangenheit begeistern und beschlossen, das Liedgut einer Gegenwartstauglichkeitsprüfung zu unterziehen. 15 Stücke von drei der erfolgreichsten Wiener Neustädter Bands der frühen 80er Jahre: X-beliebig, Dämmerattacke und The Bates werden ausschließlich von ehemaligen Musikern dieser drei Bands neu interpretiert. Die Band für diese Neuaufnahmen heißt originellerweise Totgeglaubt. Am 8. Oktober 2015 feierte die Band ihr fulminantes Debut im ausverkauften Wiener Chelsea. Rund um dieses Konzert erzählt der Film die Historie der Wiener Neustädter New Wave Szene.

Mokshamusic Label-Chef Bernd Bechtloff leitet das Projekt musikalisch. Er nimmt auf, spielt Schlagzeug und singt. Seine Handschrift zeitigt eine für solche Musik ungewöhnliche, groovelastige, ethno-perkussive Note. Die Band X-beliebig war Bechtloffs erste musikalische Sozialisation, im zarten Alter von 14 Jahren (!). Punk und Düster-Wave prägen ihn bis heute. Er ist der Einzige der Musikertruppe, der hauptberuflich Musik macht (7 Jahre Schlagzeuger von Hubert von Goisern, seit 2010 mokshamusic Labelchef) – neben Hannes Eder, der das auch noch tut, allerdings auf der “anderen Seite” – als Universal-Music Österreich Chef.

Außerdem noch mit von der Partie: Zoltan Daroczi (X-beliebig Bassist) ist heute Chef einer Geo-Marketing Firma; Dieter Nemetz (Batesmen Gitarrist) führt die Eisengießerei Nemetzguss; Thomas Guth (Dämmerattacke Bassist, Batesmen Sänger, U4- und Chelsea Discjockey) ist bis heute Szene Enfant Terrible; Franz Heuschneider (X-Beliebig und Dämmerattacke Bassist) heute Inhaber eines Grafikbüros und Hypnosetherapeut; Rainer Cvillink (Bates Gitarrist) Filmemacher in L.A. und Erich Allinger (Dämmerattacke Keyboarder) ist heute als Rechtsanwalt tätig. Weiters Wolfgang Leinweber (Dämmerattacke und Batesmen Drummer) Maschinenbau Konsulent und Bierbrauer und sein Bruder Walter Leinweber (Dämmerattacke Mastermind, ehem. Formenchef Fa. Leinweber). Die Schwerpunkte des musikalischen Ausdrucks haben sich verschoben, vom gleichweiten Geholze hin zu erzählenden Arrangements, vom Offbeat zu hintergründigen Grooves, ohne jedoch die einfachen und klaren Liedstrukturen von damals zu verändern.

Die wortkarge Poesie der uncharmanten, düster-dunklen deutschen Texte tritt jetzt deutlicher hervor. Das Liedgut herauszuschälen ist erklärtes Ziel der Produktion. “Morgen sind alle tot” oder “Verlogen” mutieren zu orgeastisch-tanzbaren Untergangszenarien; Punk-Inhalte werden hier nicht mehr geschrien, sondern mit brüchiger Stimme mehr geraspelt als gesungen. Es ist erfrischende Indie-Musik, „handmade“ produziert, die nicht mit glattpolierten Computer Beats und einem “gegenwärtigen Sound” liebäugelt, den es als solchen ohnehin nicht gibt. Dennoch klingt das Album bombastisch Vor allem Hits wie „Leben ist Blut“, jetzt mit balkanesken Bläsern aufgefüllt, die in den 80ern ja noch hinter dem eisernen Vorhang ihre wilden Parties feierten, klingen gegenwärtig, aber auch das gänzlich neu komponierte Stück „Zieh dir die Welt an“.

Gefühlte Untergangsszenarien werden besungen, unerfüllte Liebe, poetischer Nihilismus gepflogen oder pubertär-anklagend Klartext gesprochen. Manches mutet naiv, manches prophetisch an. Es ist das “danach”, das wie der Kater nach der großen Party zum Vorschein kommt. Damals, in den 80ern zu Beginn des Turbo-Kapitalismus, aufgrund der Wiederaufbau-Orgie und heute in den 2010ern als echter, globaler Party-Kater. Das Schädlweh ist sozusagen momentaner Zustand des Homo Neo-Liberalis.
So gesehen sind Film und Album zeitgeschichtlich relevante Werke. Für Menschen mit Bezug zu Punk und NewWave sowieso. Die neuen Aufnahmen haben aber auch Wert jenseits ihrer Historie.